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PART TWO - Mommy

"Hör auf zu weinen Schatz. Ich weiß wie furchtbar es für dich ist, einen Freund verloren zu haben. Es ist so schrecklich. Jeremy hatte noch sein ganzes Leben vor sich. Das Schicksal kann manchmal so grausam sein. Jenny, mein Mäuschen, weißt du wie grauenvoll es für mich war, zu höre, dass mein Häschen von einem Verrückten im Park mit einem Messer angegriffen wurde und jetzt mit Stichverletzungen im Krankenhaus liegt? Schatz, ich dachte die Welt bricht über mir zusammen. Oh ich hoffe man schnappt diesen perversen Hurensohn, der kleine unschuldige Kinder im Park überfällt. Mausi, du bist doch das einzigste was mir noch geblieben ist. Hör bitte auf zu weinen und lass uns runter etwas essen."
Ich liebe ihre Stimme. Sie ist in meinen Ohren wie eine Melodie, mit einem wunderbaren Rhythmus der immer und immer wieder für mich gespielt wird. Ich sehe in ihr Gesicht. Sie lächelt. Sie ist so voller Liebe für mich. Liebe, die ich auch für dich empfinde. Liebe, die du mir nie zurückgeben wolltest. Warum? Warum nur? Ich liebe dich immer noch, auch wenn du nicht mehr da bist, du lebst in meinem Herzen weiter.
„Oh Gott, was wolltest du mit dem Messer??!! Schatz!! Sieh mich an! Tu das auf keinen Fall! Schatz?! Sieh mich bitte an! Du darfst das nicht tun, niemals! Hörst du?! Niemals! Sieh mich an! Versprich es mir!
Schatz… du bist doch das einzigste was mir noch geblieben ist…
Wie ein Häufchen Elend. So kauert sie auf dem Boden. Warum schaut sie mich immer und immer so verzweifelt an? Ihre Wimperntusche ist ganz verlaufen. Was hat sie? Mami! Hör auf, ich kann es nicht haben dich so zu sehen! Hör bitte auf, es tut mir weh, Mami, du tust mir weh! Hör bitte auf damit!
„Ich habe Hunger, Mom“
Was ist bloß mit meiner Stimme? Die Worte kommen nur schwer raus. Sie zittert.
„Mom?“
Ich erkenne meine Stimme selber fast nicht mehr. Ich habe Angst. Was ist los mit mir?
Mami wischt sich die Tränen weg. Sogar so verheult sieht sie so wunderschön aus. Sie seufzt leise und streckt ihre zarte Hand mir entgegen und hilft mir auf. Ihre Hand ist so schön weich. Weich und warm. Sie lächelt mich wieder an. Mir wird ganz warm ums Herz. Ich fühle mich so geborgen.
Für einen Moment habe ich dich vergessen. Dich. Meine große Liebe. Wirklich nur für einen klitzekleinen Moment. Das wird mir nie wieder passieren. Ich verspreche es dir. Nie wieder!

Mami, warum schaust du so entsetzt? Deine Augen sind wie aufgerissen. Dein Blick so starr und kalt. Du schaust durch mich hindurch scheint es. Dein Schrei war so laut, dass ich mich erschrocken habe. Rotes Blut fließt deine Brust runter. Es hat so eine schöne Farbe. Rot. Rot, im alten Ägypten die Farbe der der Wüst und des Gottes Seth. Im alten Rom, die Farbe der Macht. Die Farbe des Feuers. Die Farbe der Liebe. Meine Lieblingsfarbe, Mami.
Da liegst du nun, auf dem Boden meines Zimmers. Deine schönen blonden Haare verdecken einen Teil deines hübschen Gesichtes. Du siehst so wunderschön aus Mami. Du müsstest dich jetzt so sehen. Wunderschön wie eine rote Rose.
Ich schalte am besten das störende Licht ab.
Nur noch das silberne Mondlicht scheint durch das offene Fenster. Es umrahmt mit seinem Licht, den silbernen Griff des Messers, das in deiner Brust steckt.
Mami ich habe Hunger, lass uns runtergehen.

* Part 3