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PART THREE - Burn

Part Three-Burn

Geld. Wie viel es ist, tut nichts zur Sache. Mami, es war sicher auch in deinem Sinne, dass ich es bekomme.
Geld. Etwas Papier mit bunten Bildchen darauf, Menschen stehlen dafür.
Geld. So dünn wie ein Haar, Menschen töten dafür.
Heute läuft nichts mehr ohne Geld. Warum? Warum ist es so wichtig? Warum reißen sich die Menschen um ein Stück Papier? Sind sie zu besitzergreifend? Heute kann man alles damit kaufen, Wasser, Brot, Sex…
Einfach alles.
Hätte ich dich damit kaufen können? Würdest du für diese Bündel Geldscheine aus Mamis Safe mir gehören? Kann ich dich hiermit zurückholen? Wärst du für Geld gar nicht erst weggegangen?
Je länger ich es mir anschaue, umso mehr will ich davon. Geld, es ist wie eine Droge, die schon jeden abhängig gemacht hat. Ohne können wir nicht mehr leben.

Ich renne und renne. Keiner weiß wohin. Selbst ich nicht.
Ich renne und renne. Ohne mein Ziel zu kennen. Ich bleibe stehen. Der laute Ton der Sirenen lässt mich, mich umdrehen. Sie halten an unserem Haus. Wunderschön! Mami, du wirst mir doch Recht geben, dass es von innen viel schöner aussieht?! Die roten Flammen. Wunderschön, wie unser Haus brennt. Rote Flammen tanzen auf ihm herum. Sie breiten sich immer weiter aus. Sie werden immer größer. Als wären sie lebendig wirbeln sie herum. Es knistert laut, wie in einem Kamin. Rauch steigt auf. Ein wunderbares Schauspiel. Sie erhellen die Dunkelheit der Nacht in einem wunderschönen Rot und Orange. Es duftet herrlich nach Holz. Es erinnert mich etwas an Weihnachten.

Doch ich renne weiter. Renne und renne. Warum? Ich hätte mir vielleicht noch etwas unser Haus anschauen sollen.
Immer geradeaus. Wer sagt mir ob das der richtige Weg ist?
Ich laufe vorbei an den Autos. An den Menschen. Es ist so still hier. Keiner sagt ein Wort. Alle gehen stur ihre Wege. Sie verfolgen blind ihre Ziele. Doch was ist mein Ziel?
Menschen mit vielen Gesichtern. Keiner von ihnen ist dass was er zu sein scheint. Sie geben vor perfekt zu sein. Doch in Wahrheit tragen sie alle eine Maske, die allen das zeigt, was sie sehen wollen. Sie wollen nicht sehen was darunter ist. Es ist ihnen zu anstrengend unter die Maske zu schauen.
Viele behaupten sie würden sich selber gut kennen. Sie schimpfen sich mit ‚ICH’. Dabei sehen sie auch nur die Maske wenn sie in den Spiegel schauen.
Ich laufe weiter. In die endlose Dunkelheit. Immer geradeaus. Immer weiter und weiter. Ich werde mein Ziel schon erkennen wenn es vor mir steht.


to be continued